4. Jahrestag des Angriffskriegs auf die Ukraine

Foto: Christian Baier

Rund 130 Menschen versammelten sich am vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine zu einer Mahnwache auf dem Karlstadter Marktplatz. Gemeinsam gedachten sie der Opfer des Krieges und setzten ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine.

In ihren Beiträgen erinnerten die Rednerinnen und Redner an die anhaltende humanitäre Notlage. Anja Baier verwies auf den Helferkreis Arnstein, der ganz aktuell  unter anderem Generatoren für die Stromversorgung in den zerstörte Regionen spendet. Krieg kenne nur Verlierer, betonte sie, und rief dazu auf, in der Unterstützung für die Ukraine nicht nachzulassen.

Jonas Rodi sprach über die geopolitische Lage und betonte die Verantwortung Europas. Die Ukraine verteidige nicht nur ihr eigenes Land, sondern auch grundlegende Werte wie Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung.

Besonders eindringlich waren die Worte von Ukrainerinnen, die über ihre persönlichen Erfahrungen berichteten. Oksana Schall erinnerte daran, dass der Krieg auch nach vier Jahren weiterhin Alltag in ihrer Heimat ist. Olha Kuntsevska schilderte ihre Sorgen und Ängste, die sie seit ihrer Flucht aus der Ukraine begleiten.

Die Plakate mit konkreten Zahlen der Opfer, vor denen Kerzen aufgestellt wurden, verdeutlichten eindrucksvoll, wie viel Leid  dieser Krieg bereits verursacht hat.

Zum Abschluss der Mahnwache läuteten die Glocken der Kirche St. Andreas. Eine Schweigeminute und ein gemeinsames Friedensgebet von Pfarrerin Annika Kringel und der Pastoralreferentin Claudia Jung bildeten den stillen Abschluss des Gedenkens. Musikalisch wurde die Mahnwache von John Boyle und Matthias Siedler begleitet.