Im Rahmen der öffentlichen Ortsmitgliederversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Karlstadt stand ein gesellschaftlich hoch relevantes Thema im Mittelpunkt: persönliche Vorsorge, Selbstbestimmung und Verantwortung für kommende Generationen.
In zwei Fachvorträgen beleuchtete Professor Dr. Harald Wiggenhorn, Jurist mit Lehrauftrag in Aschaffenburg, zentrale Fragen der Vorsorge. Zum einen ging es um Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung – also darum, wer Entscheidungen trifft, wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist, und wie gerichtliche Betreuung vermieden werden kann. Deutlich wurde: Vorsorge bedeutet Selbstbestimmung und entlastet zugleich Angehörige.
Der zweite Teil widmete sich der Vermögensnachfolge: Schenken, Übergeben oder Vererben. Angesichts jährlich wachsender Erbschaftsvolumina wurde aufgezeigt, welche rechtlichen, sozialen und steuerlichen Aspekte zu beachten sind. Die sogenannte Übergabe „mit warmer Hand“ kann viele Vorteile bieten – etwa Planungssicherheit, Steuerersparnisse und Schutz im Pflegefall – erfordert jedoch eine sorgfältige rechtliche Gestaltung und fundierte Beratung.
Die Grünen Karlstadt unterstreichen mit dieser Veranstaltung ihren Anspruch, politische Verantwortung mit konkreter Lebenshilfe zu verbinden. Vorsorge ist kein Randthema, sondern ein zentraler Baustein für ein selbstbestimmtes, solidarisches und nachhaltiges Zusammenleben. Rechtzeitige Vorsorge stärke nicht nur die eigene Entscheidungsfreiheit, sondern entlaste auch Angehörige, so die Ortsvorsitzende Anja Baier.