Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen warnt Verena Frey, Landratskandidatin und Kreisvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Main-Spessart, vor der alarmierenden Zunahme geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt – auch im Landkreis. „Gewalt gegen Frauen ist kein abstraktes Problem, sondern passiert mitten unter uns, in Familien, in Nachbarschaften, hinter verschlossenen Türen. Sie ist strukturell, sie ist allgegenwärtig, und sie darf nicht länger tabuisiert werden“, betont Frey.
Die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik sowie Berichte von Frauenhäusern und Beratungsstellen belegen: Häusliche Gewalt, Bedrohungen und sexualisierte Übergriffe nehmen zu – oft im Verborgenen. „Wir schützen unsere Töchter nicht durch Abschottung, sondern indem wir unseren Söhnen Mitgefühl, Respekt und ein Bewusstsein für Gleichberechtigung vermitteln“, so Frey. „Gewalt beginnt dort, wo Empathie endet. Deshalb brauchen wir eine Gesellschaft, die hinschaut, die aufsteht – Frauen und Männer, gemeinsam.“
Die GRÜNEN Main-Spessart fordern konsequente Maßnahmen auf kommunaler Ebene: Ausbau von Schutzräumen und (mobilen) Beratungsangeboten im ländlichen Raum, präventive Bildungsarbeit in Schulen und Vereinen sowie eine engere Vernetzung von Behörden, Polizei und zivilgesellschaftlichen Initiativen.
Die Grüne Landratskandidatin appelliert an die Solidarität der gesamten Gesellschaft: „Hass, Hetze und Gewalt dürfen in unserem Landkreis keinen Platz haben. Wir brauchen mehr Mitgefühl, mehr Aufmerksamkeit füreinander – und die Bereitschaft, Vielfalt als Stärke zu begreifen. Denn nur gemeinsam, mit allen Geschlechtern und allen Menschen, die in Main-Spessart leben, können wir diese Gewalt stoppen.“ Dazu gehört für Frey auch, Tabus zu brechen und Betroffene zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. „Schweigen schützt die Täter. Reden wir darüber – heute und jeden Tag.“